So war unser Roses Revolution Day 2025 in Essen
Am 22. November 2025 fand im Café MachWatt in Essen ein stilles, aber kraftvolles Treffen statt.
Sechs Frauen folgten der Einladung zum Roses Revolution Day, um gemeinsam über ihre Geburtserfahrungen und -krisen zu sprechen – Erfahrungen, die oft im Verborgenen bleiben, weil sie mit Schmerz, Scham oder Ohnmacht verbunden sind.
In einer warmen, geschützten Atmosphäre teilten die Teilnehmerinnen ihre Geschichten: von Übergriffen im Kreißsaal, fehlendem Respekt, medizinischen Entscheidungen ohne Einverständnis, aber auch von dem Versuch, nach einer schwierigen Geburt wieder Vertrauen ins Leben und in sich selbst zu finden.
Gemeinsam entstand dabei ein eindrucksvolles Symbol – ein Plakat mit „blutigen“ Handabdrücken. Ein stiller, aber eindrücklicher Ausdruck all dessen, was nicht gesagt werden konnte. Jeder Abdruck stand für ein persönliches Erleben, für Schmerz, aber auch für Stärke. Für die Kraft, nicht länger zu schweigen.
Der Roses Revolution Day erinnert jedes Jahr daran, dass Gewalt und Respektlosigkeit in der Geburtshilfe kein Einzelfall sind – und dass jede betroffene Frau das Recht hat, gesehen und gehört zu werden.
Es geht nicht um Anklage, sondern um Bewusstsein, Mitgefühl und Veränderung.




Als Selbsthilfegruppe und betroffene Mütter möchten wir diesen Tag nutzen, um allen Frauen Mut zu machen, über ihr Geburtserlebnis zu sprechen – auch, wenn es schwerfällt. Denn: Nur wenn wir die Erfahrungen teilen, können wir Heilung und Wandel ermöglichen.


